Traum von Amsterdam

Guten Abend allerseits,

allmählich habe ich mich wieder in meinen (Arbeits-) Alltag eingefunden. Die Wochen davor war ich ja zuerst im Urlaub, dann krank und zuletzt gab es aufgrund der Schließzeiten über Pfingsten wieder nur eine 2-Tages-Woche. Letzte Woche war ich aufgrund der Hitze so unproduktiv wie noch nie. Alle hingen nur rum und jede Bewegung war zu viel 😀 Die letzten 3 Tage habe ich glaube ich mehr geschafft als den ganzen Monat davor haha. Nun steht unser 20-jähriges Jubiläum kurz vor der Tür und daher müssen wir jetzt Vorbereitungen ohne Ende treffen. Auch privat ist immer etwas los zur Zeit: Gestern habe ich mich mit meiner Familie im Biergarten getroffen, morgen geht es mit meiner ehemaligen Studienkollegin aufs Sommer-Tollwood, am Freitag treffe ich mich mit zwei Freundinnen zum Abendessen in der Stadt. Wir überraschen meine ehemalige Chefin, die bisher nichts von meinem Kommen weiß und am Samstag bin ich mich mit meiner Kollegin zum brunchen im Backspielhaus verabredet. Abends bin ich noch auf einem Geburtstag eingeladen, an dem ich auch endlich wieder ein paar Leute sehe, die ich seit Monaten nicht zu Gesicht bekommen habe. 

Wie versprochen melde ich mich heute mit meinem Amsterdam-Rückblick bei euch zurück. Da wir kurz vor unserer Abreise beide eine Woche flach lagen, haben wir uns vorgenommen es ein bisschen langsamer angehen zu lassen. Mal davon abgesehen, dass eine durchgeplante Touri-Tour sowieso nie unser Ziel war (und vermutlich auch niemals sein wird haha), entdeckt man in dieser Stadt schon ganz viel von alleine, wenn man einfach nur ein bisschen durch die Straßen spazieren geht. Ich finde, dass das die beste Art ist einen ersten Eindruck zu bekommen. Wir sind bereits am Mittwoch-Abend geflogen, was wirklich ein seltsames Gefühl war, weil ich davor noch auf dem Betriebsaufsflug von der Arbeit war. Wir haben eine kulinarische Rundreise durch München gemacht und waren anschließend im Biergarten. Nachdem ich mit zwei Kolleginnen noch ein wenig durch ein paar Läden in der Kaufingerstraße gezogen bin, musste ich, sobald ich zu Hause war, quasi einfach nur noch meinen Koffer schnappen und schon ging es los Richtung Flughafen. Andauernd hatte ich das Gefühl irgendetwas wichtiges zu vergessen. Glücklicherweise hat sich herausgestellt, dass es nur meine Zahnpasta war 😛 Ansonsten lief alles nach Plan. Spät abends sind wir ohne Komplikationen in unserem Stadthotel in Amsterdam angekommen. Dort waren wir im fünften Stock untergebracht und hatten unser Zimmer zur Hauptstraße raus, sodass man richtig gut etwas vom Nachtleben mitbekommen hat. Das Hotel ist schon etwas in die Jahre gekommen, aber dafür waren das Frühstück und die Angestellten super. Für eine Städtetour war es okay. Nochmal buchen würde ich es aber vermutlich nicht mehr, da ich das Preis-Leistungsverhältnis nicht ganz gerechtfertigt fand. Könnte natürlich auch daran liegen, dass unsere Reisezeit genau in die Pfingstferien gefallen ist und da sowieso alles überteuert ist.

Tag 1:

Im Normalfall brauche ich immer erst eine gewisse Zeit, um mich auf eine neue Stadt einzulassen und mich zu orientieren. Amsterdam war tatsächlich die erste Stadt, die es geschafft hat, dass ich mich auf Anhieb so wohl fühlte, dass ich mir tatsächlich vorstellen könnte dort zu leben. Irgendwie strahlt sie ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit aus, weshalb ich sie auch „Spielzeugstadt“ getauft habe. Sie erinnert mich mit ihren weißen Häusern und braunen Fassaden an ein kleines, beleuchtetes Weihnachtsdorf und mit seinen vielen Brücken, bunten Blumen und Fahrrädern an jeder Ecke, ist ein Fleckchen schöner als das andere. Ich wusste auf Anhieb, dass ich dort sehr gerne auch noch einmal im Winter hinreisen möchte. Denn von Schnee bedeckt stelle ich mir diesen Ort auch sehr zauberhaft vor. Es ist wirklich ein traumhaft schönes Städtchen und das perfekte Geburtstagsgeschenk für meinen Freund gewesen! Zusätzlich zu den Urlaubsbildern hänge ich euch noch meine Outfits mit an, die ich dort anhatte. Zur Zeit trage ich öfter denn je rosa-weiß und blau-weiß Kombinationen. Auf gebräunter Haut kommen die Farben so einfach am Besten zur Geltung. Blöd wie ich bin hatte ich das erste mal meine silberen Schlappen an, voll der Überzeugung sie seien super bequem, was sie tatsächlich auch sind, würden die Riemen am Zeh vorne nicht so reiben. Ich habe promt die Rechnung für meine Naivität kassiert und mir gleich am ersten Tag zwei große Blasen gelaufen. Dafür habe ich vollkommen zurecht die „Wurscht des Tages“ kassiert. Ein Spiel, das mein Freund und ich eingeführt haben und demjenigen zugeteilt wird, der sich am Tag den größten Fail leistet 😀

Tag 2:

Mit dem Wetter hatten wir Glück. Es hat kein einziges Mal geregnet, aber am zweiten Tag war es dafür recht windig und frisch. Zum Glück hatte ich eine lange Hose dabei. Neben den langen Spaziergängen sind wir auch in einige Läden gegangen und haben uns in süße Restaurants und Cafés gesetzt, die es dort wie Sand am Meer gibt. Shoppen war ich nicht, dafür war mir die kurze Zeit zu schade, aber man kann dort wirklich super einkaufen gehen! Sie haben dort richtig tolle Läden und ich glaube wenn mein Aufenthalt länger gewesen wäre, hätte ich einen kompletten Shoppingtag eingelegt! Ein weiterer guter Grund nochmal wieder zu kommen hihi. Außerdem haben sie auch noch so richtig kleine, süße Einzelhandelgeschäfte und an jeder Ecke begegnen einem kleine Räder, Tulpen und Holzschuhe als Mitbringsel. Außerdem findet sich an jeder zweiten Ecke ein Käseladen, in denen man sich komplett durchprobieren kann. Ich habe mir für den Weg eine kleine Packungs zum snacken mitgenommen, was als absoluter Käseliebhaber natürlich ein MUSS ist. Der Vondelpark ist ein großer, wunderschön angelegter Park durch den man ausgiebige Spaziergänge machen und sich toll hinsetzten kann. Am letzten Tag, als das Wetter wieder besser war, waren wir nochmal dort, um uns auszuruhen bevor es wieder zurück in die Heimat ging.

Tag 3:

Eigentlich wollte ich unbedingt das Anne Frank-Haus besichtigen. Leider haben wir keine Karten mehr bekommen. Ich wollte sie ein paar Wochen vorher online reservieren, aber es war schon alles restlos ausverkauft. Ich hätte nie damit gerechnet, dass man das schon 2 Monate vorher machen sollte. Nächstes Mal bin ich schlauer. Wir haben es uns dann von außen angesehen und sind stattdessen ins Van Gogh Museum gegangen, was auch sehr interessant war. Obwohl wir beide nicht die größten Kunstliebhaber sind, haben wir dort drei Stunden verbracht. Mit Audio-Guide war es wirklich toll und Vincent van Gogh ist nun mit Abstand der Künstler, dessen Lebensgeschichte ich am Besten kenne. Außerdem haben wir uns auch eine der zahlreichen Coffeeshops von innen angesehen und ein bisschen die Seele baumeln lassen 😉 Eigentlich wollten wir uns Räder leihen, aber über die Feiertage war dermaßen viel Betrieb, dass wir uns doch dagegen entschieden haben. Wir sind anfangs sehr viel gelaufen, haben uns dann aber eine 2-Tageskarte für die Tram gekauft, als wir schon etwas pflastermüde wurden. Am Hauptbahnhof sind wir ein Stück mit der Fähre auf die andere Seite gefahren. Dort hat man anscheinend auf einer Aussichtsplattform einen tollen Blick über die gesamte Stadt. Oben waren wir allerdings nicht.

Tag 4:

Am letzten Tag haben wir noch eine Grachtentour gemacht (siehe Boot auf dem Beitragsbild) und sind ein letztes Mal durch die Stadt gelaufen. Für eine Freundin habe ich noch Reeses mitgenommen, die es bei uns in Deutschland nicht gibt. Die Peanut-Butter-Cups sind zwar total überteuert, schmecken aber wirklich super lecker. Als Mitbringsel durften noch diese beiden Jutebeutel mit. Ich konnte mich für keines der beiden Motive entscheiden, weshalb ich einfach beide mitgenommen habe. Den Urlaub haben wir dann im Vondelpark gemütlich ausklingen lassen, bevor es abends zurück zum Flughafen ging. Wir sind sehr spät zu Hause angekommen und mussten beide am nächsten Tag wieder arbeiten. So wirklich Zeit daheim anzukommen, bevor es wieder losging, hatten wir quasi gar nicht. Vermutlich war ich auch deshalb in der letzten Woche so demotiviert unterwegs haha. Die paar Tage waren auf alle Fälle richtig toll und Amsterdam darf sich nun ganz offiziell zu meinen Lieblingsstädten zählen.

So, das wars jetzt erstmal wieder von mir. Kaum zu glauben, dass in 6,5 Wochen schon wieder Schließzeiten sind, bevor im September das neue Kiga-Jahr beginnt. Dann steht auch schon wieder unser alljährlicher Toskana-Badeurlaub vor der Tür. Ich freue mich jetzt schon auf Sonne, Pool, Faulenzen und gutes Essen den ganzen Tag lang! Nachdem wir in den letzten Urlauben immer auf Achse waren, freue ich mich inbesondere darüber mich so gut wie gar nicht bewegen zu müssen. Einfach mal das süße Nichtstun genießen. Ich melde mich kommende Woche wieder, auch wenn ich noch nicht genau weiß mit welchem Bloginhalt. Lasst euch überraschen und bis demnächst <3

xoxo

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